Ziele & Vorgehen
Ziele der Mobilitätsbefragung
Der Kreis Soest hat das Planungsbüro Planersocietät Frehn Steinberg Partner GmbH aus Dortmund mit der Mobilitätsbefragung beauftragt. Damit sollen Zahlen zum alltäglichen Mobilitätsverhalten ermittelt werden, die u. a. folgende Fragestellungen beantworten: Welche Verkehrsmittel werden genutzt? Welchen Zweck und welches Ziel haben die Wege? Wie werden die Verkehrssysteme bewertet? Welche Potenziale gibt es für alternative Mobilitätsangebote?
In der Befragung sollen alle Wege – ob per Bus und Bahn oder im eigenen Pkw, mit dem Fahrrad oder zu Fuß – angegeben werden. Die Befragten können sich außerdem etwa dazu äußern, wie sie das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs oder die Bedingungen des Rad- und Fußverkehrs bewerten.
Vorgehen
Zu Beginn der Mobilitätsbefragung werden insgesamt rund 17.500 Haushalte im Kreis Soest zufällig ausgewählt und im September 2026 zur Teilnahme an der Mobilitätsbefragung postalisch eingeladen. Die Teilnahme ist freiwillig und entspricht allen geltenden Datenschutzvorgaben. Eine Teilnahme ist nur den Haushalten möglich, die zuvor postalisch die Befragungsunterlagen erhalten haben, wodurch die Repräsentativität der Ergebnisse der Mobilitätsbefragung gewährleistet wird.
In der Erhebungsphase wird die Befragung durchgeführt. Die teilnehmenden Haushalte notieren an einem vorgegebenen Berichtstag alle Wege, die sie an diesem Tag zurücklegen, in einem Wegeprotokoll. Der vorgegebene Berichtstag wird den Haushalten im Anschreiben mitgeteilt. Bei dem Berichtstag handelt es sich um einen Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag, damit das Mobilitätsverhalten der Kreisbevölkerung in den Auswertungen unbeeinflusst von den Wochenendverkehren abgebildet werden kann. Zusätzlich zum Wegeprotokoll beantworten die teilnehmenden Haushalte die Fragebögen. Mit dem Versand der ausgefüllten Unterlagen oder dem Abschluss der Online-Befragung bzw. des Telefon-Interviews ist die Mobilitätsbefragung für die teilnehmenden Haushalte abgeschlossen.
Die Befragung ist als repräsentative Haushaltsbefragung angelegt. Das bedeutet, alle Haushaltsmitglieder eines befragten Haushalts nehmen an der Befragung teil. Dementsprechend werden in der Befragung Fragen zum Haushalt und zum Mobilitätsverhalten der jeweiligen Personen gestellt. Die Befragung besteht aus drei Teilen:
- Im Haushaltsfragebogen werden allgemeine Fragen zur Verfügbarkeit von Verkehrsmitteln sowie zur Haushaltszusammensetzung gestellt.
- Der Personenfragebogen beschäftigt sich mit den Mobilitätsvoraussetzungen, der Verkehrsmittelnutzung und der Bewertung der verschiedenen Verkehrssysteme. Dieser Fragebogen soll von allen Haushaltsmitgliedern ab sechs Jahren ausgefüllt werden. Jede Person füllt dabei einen eigenen Bogen aus.
- Im Wegeprotokoll sollen die teilnehmenden Personen für einen vorgegebenen Berichtstag ihre zurückgelegten Wege protokollieren, inklusive u. a. der zurückgelegten Entfernung, der genutzten Verkehrsmittel und dem Zweck des Weges. Der jeweilige Berichtstag wird den Haushalten in ihrem Anschreiben zur Befragung mitgeteilt. Jede Person im Haushalt, die sechs Jahre oder älter ist, soll dazu Angaben in einem eigenen Wegeprotokoll machen. Das Wegeprotokoll soll auch ausgefüllt werden, wenn man am Berichtstag nicht außer Haus war.
Verschiedene Befragungswege
Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten, an der Befragung teilzunehmen: online, schriftlich-postalisch oder telefonisch. In jedem Fall erhalten die ausgewählten Haushalte zunächst postalisch ein Anschreiben.
- Bei der schriftlichen Befragung werden die Befragungsunterlagen per Post versendet. Die teilnehmenden Haushalte füllen die Fragebögen aus und schicken die Unterlagen in dem beiliegenden Rückumschlag kostenlos zurück.
- Die Teilnahme an der Online-Befragung wird über den ebenfalls per Post übermittelten Zugangscode ermöglicht. Dabei müssen nicht alle Fragen auf einmal beantwortet werden; die Befragung kann pausiert und zu einem späteren Zeitpunkt weiterbearbeitet werden.
In dem persönlichen Anschreiben wird den ausgewählten Haushalten vorgeschlagen, dass sie entweder schriftlich oder online an der Befragung teilnehmen. Sie können jedoch auch je nach Vorliebe die jeweils andere Teilnahmeform nutzen. Oder die Teilnehmenden bitten um eine telefonische Befragung.
- Bei der telefonischen Befragung werden die Teilnehmenden einen bis zwei Tage nach dem Stichtag von einer geschulten Person der Firma O-TON aus Dortmund angerufen und können die Fragen am Telefon beantworten. Hierzu kann ein Wunschtermin für ein Interview unter der Telefonnummer 0231 / 70013 610 vereinbart werden.
Was passiert mit den Daten?
Alle persönlichen Daten werden für die Auswertung codiert und DS-GVO-konform gespeichert – also ohne den Namen und auch ohne Adressangaben. Die Daten werden mit Hilfe eines Computerprogramms (Statistiksoftware) ausgewertet, die Ergebnisse werden in Gruppen zusammengefasst. Dadurch kann niemand erkennen, von welcher Person bzw. welchem Haushalt die Angaben gemacht worden sind.
Die gesetzlichen Bestimmungen zum Datenschutz werden streng eingehalten. Weitere Informationen haben wir für Sie in der Datenschutzerklärung (Download als PDF) zusammengestellt.
Wann liegen die Ergebnisse der Befragung vor?
Nach Abschluss der Mobilitätsbefragung werden die abgegebenen Antworten ausgewertet. Die ersten Ergebnisse werden voraussichtlich im Frühjahr 2027 vorliegen und auf der Internetseite des Kreis Soest veröffentlicht. Die Ergebnisse halten unter anderem Einzug in die zukünftige Verkehrsplanung des Kreis Soest.

